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Sider-Museum
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Um in der Vergangenheit beim Spritzen das Eindringen von Bakterien zu verhindern, musste alles, was mit diesem Vorgang zu tun hatte, in regelmäßigen Abständen, zweimal die Woche sterilisiert werden.

Dazu benötigte man entweder einen Topf zum Auskochen, der auch nur diesem Zweck diente, oder einen Sterilisator.

Beim Topf wurde das Wasser erhitzt und etwa 15min. kochend gehalten. Zusätzlich hängte man ein Metallsieb, ausgelegt mit Verbandmull und darauf die zerlegte Spritze und dazugehörende Kanülen, ein. Alles war vollständig mit Wasser bedeckt. Topf mit Utensilien zum Sterilisieren

Die andere Möglichkeit bestand durch Desinfektion mittels Sterilisator. Hierbei bot sich als Flüssigkeit destilliertes Wasser an. Dadurch verkalkten die Spritzen, Kanülen und das Gerät selber nicht so schnell.

            Vitrinenansicht verschiedenster Sterilisationsgeräte

Um das Injektionsbesteck keimfrei zu halten, wurde es vornehmlich in einem Edelstahlbehälter, der mit Alkohol gefüllt war, untergebracht.

      Insulinbesteck in VA Behälter aus dem Jahre 1946        FÜnf Behältnisse zum Sauberhalten des Injektionsbesteckes

Vor der beabsichtigten Injektion musste dann die Spritze, vom Alkohol, mittels öfteren Ausspritzens an der Luft, gereinigt werden. Der Alkohol musste entfernt werden, um Rückstände bei der Insulinverabreichung zu umgehen.

Das Insulinfläschchen wurde an der Gummikappe mit Alkohol gereinigt. Ebenso verfuhr man bei der Spritzstelle am Körper. Nur so konnten Entzündungen oder damit einhergehende Blutvergiftungen verhindert werden. Diese Prozedur wurde noch weit in die siebziger Jahre in der BRD, in der DDR sogar bis in die achtziger Jahre hinein, angewendet.

 

Heute ist bei sauberem Umgang mit den Utensilien dieser Aufwand nicht mehr nötig.