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1780 gelingt dem Briten Francis Home mit Hilfe eines Gährungs- Saccharometers und Zusatz von Hefe der Nachweis von Zucker im Harn. Durch Mischung einer Flüssigkeit von destilliertem Wasser, Harn und Hefe erzielte man bei 15°C Raumtemperatur nach drei bis vier Stunden das Ergebnis.

Dr. Vogel beschreibt 1864 die Möglichkeit, die sich mit dem Aräometer, ergibt. Mit dieser Spindel wird das spezifische Gewicht von Flüssigkeiten ermittelt. Eigene Urinprober erarbeiten auch unter Anderem die Herren Ultzmann, Heller, Citron und Einhorn. Auf Reisen konnten solche Dichtespindeln leicht mitgeführt werden. 
Für die Labordiagnostik bringt die Freiburger Firma Hellige ab 1896 den so genannten Diabetometer, den es seit 1856 gibt, auf den deutschen Markt. Er wird 1955 zu einem Preis von 156 DM bis 250 DM eine Auferstehung feiern. Daneben gibt es Polarisationsapparate und Kreispolarimeter.

Über die Jahre werden sie, aufgrund der Verkleinerung und des wesentlich handlicheren Umgangs damit, zu Taschenpolarimetern. Diese Geräte werden so noch bis in die 80er Jahre genutzt. 
Bei den fertigen Lösungen wird ca. ab 1849 hauptsächlich mit der Fehlingschen Lösung I und II gearbeitet. Dazu benötigt man als Reagenzien Kupfersulfat, Seignettesalz und Kalilauge. Diese relativ genaue Art der Harnzuckerbestimmung mit Farbumschlag nach rot, löst für die Patienten die Nylander Reagenz, welche mit nur einer Flasche auskommt, ab. Hier führt die Farbreaktion zu schwarz. Die Betroffenen sehen nach dem Aufkochen und der folgenden Abkühlphase schnell und eindeutig, ob Zucker im Urin vorkommt. Insgesamt wurden zur Harnzuckerbestimmung, Gefäße mit einem Fassungsvermögen bis zu 10 l täglich für den Sammelurin, benötigt.

Im deutschen Reich wurde seit den 20er Jahren der Glycurator aus den Serumwerken Dresden und München vertrieben. Der Glycurator arbeitete auf dem oben beschriebenen Prinzip der Nylander-Lösung, allerdings mit eigener Chemikalie. Noch in den 70er Jahren gab es ihn in der DDR.
Eli Lilly brachte um 1935 ein Urine Sugar Test Case auf den Markt. Dieser hatte kleine Trockenbrennstoffe mit begrenzter Brenndauer dabei. Sie brauchte man, um das mit Harn gefüllte Reagenzglas und einer eingeworfenen Tablette aufzukochen. Danach sorgte die Reaktion für einen Farbumschlag von grün nach braun. Alles war in einer Kunststoffschachtel untergebracht.

Bis auf die beschriebene Erhitzung funktionierte der, von der Firma Ames, in einer schwarzen Schachtel untergebrachte, Clinitest in den 50er Jahren, genauso. Auch sein Nachfolger, diesmal in beiger Schachtel, ab den 60er Jahren. 
Ende der 70er Jahre verkaufen Boehringer Mannheim und Eli Lilly die ersten Teststreifen in Rollenform. 
Ende der 80er Jahre gibt es dann, ähnlich wie bei der Blutzuckermessung, einzelne Harnzuckerstreifen.
Beim Diabetes mellitus bleibt diese Entwicklung nicht stehen. So gehören hierzu Teststreifen und/oder Lösungen auch zum Erkennen von Folgeerkrankungen. So spürt man Azeton, Keton, Eiweiß, Kreatinien und Mikroalbumin bei der Harnuntersuchung auf.
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