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Im alten Ägypten, im Papyrus Ebers, im Absatz 264, finden sich erste Anzeichen für die Schilderung des Diabetes.
Die alten Römer und Griechen bemerken die Süße im Urin.
Der Engländer William Harvey
(1578-1657) entdeckte den Blutkreislauf und damit verbunden den Blutzucker.
Ein anderer Engländer, Thomas Willis (1621-1675) erkannte als Erster die Zuckerkrankheit und sprach Folgendes aus: „Wie mit Honig oder Zucker getränkt.“
Der französische Physiologe Claude Bernard
(1813-1878) erforschte die innere Sekretion und findet den Zucker in der Leber. Das Glycogen hat seinen Namen gefunden.
Am 18.2.1869 legt Paul Langerhans (1847-1888) zur Erlangung der Doktorwürde seine Arbeit zur mikroskopischen Anatomie der Bauchspeicheldrüse an der Friedrich Wilhelms Universität zu Berlin seinem Professor Virchow vor. Dabei geht es um die, später seinen Namen erhaltenden, Langerhansschen Inseln. Diese sind die insulinproduzierenden Zellen im Gewebe der Bauchspeicheldrüse.
Die beiden deutschen Internisten Oskar Minkowski (1858-1931) und Joseph von Mering (1849-1908) entfernen im Jahre 1889 einigen Hunden die Pankreas. Die Tiere erkranken unmittelbar an der Zuckerkrankheit. Minkowski wird 1923 der erste Leiter des Deutschen Insulinkommitees, welches die Zulassung gewerblicher Betriebe zur Insulinherstellung nach den Vorgaben der Universität Toronto überprüft.
Carl von Noorden (1858-1944) gründete die erste Fachklinik 1895 in Europa. Im Ortsteil Sachsenhausen in Frankfurt/Main verköstigte er damals eine Diäthaferkur für Diabetespatienten. Zu diesem Thema und der Diät bei Zuckerkrankheit erschienen eine große Anzahl von ihm geschriebener Bücher.
Bernhard Naunyn (1839-1925), Internist und
Herausgeber prägte 1898 den Begriff der Azidose, die für das diabetische Koma bei Überzuckerung verantwortlich ist.
Prof. Georg Zuelzer (1870-1949) stellt 1907 bei einem Internistenkongress sein Pankreaspräparat vor. Er muss die Arbeiten allerdings wegen schwerer Entzündungen an den Einspritzstellen einstellen.
Der Kanadier Frederick Grant Banting, orthopädischer Chirurg (1891-1941) und der Amerikaner Charles Herbert Best, Chemiestudent (1899-1978)

finden mit ihren Arbeiten an der Universität Toronto 1921 das Insulin. Banting erhält dafür 1923 den Medizinnobelpreis. Er war im Übrigen auch Mitentwickler der Unterdruckkammer für Taucher und der Schleudersitze von Kampfflugzeugen. Banting stirbt 1941 bei einem Flugzeugabsturz über Neufundland. Sein Geburtstag, der 14.11., ist das Datum für den Weltdiabetestag. Best bleibt bis zu seinem Tod als Universitätsprofessor in Toronto.
Der amerikanische Arzt Elliott P. Joslin
(1896-1962) erkannte die Zusammenhänge von Ernährung, Insulin und Muskelarbeit. Er forcierte die Einbindung und Schulung der betroffenen Patienten in die Diabetestherapie. Nach ihm sind noch heute viele Kliniken in den USA benannt.
Karl Stolte (1881-1951) entwickelte eine Insulintherapie, die den Diabetespatienten eine bedarfsgerechte Ernährung ermöglichte. Wie Banting vertrat er die Ansicht zum Essen zu spritzen. Diese Therapie konnte aber gegen die Insulinhersteller, die ihre Depotinsuline Ende der 30er Jahre zum neuen, alleinigen Mittel propagierten, nicht mehr durchgesetzt werden.
Gerhardt Katsch (1887-1961) eröffnete am 1. September 1930 das erste Diabetikerheim Deutschlands. Es befand sich in Garz auf Rügen. Das Heim verfügte bei der Gründung über ca. 30 Plätze.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft verleiht jährlich eine Medaille mit seinem Konterfei. 
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